Energiewende – auf Verbraucher kommen immer neue Kosten zu

By | April 22, 2014
Die Energiewende ist längst unter Dach und Fach. Weiterhin unklar schient jedoch, was sie den Verbraucher unterm Strich kosten wird. Foto: Rolf / pixelio.de

Ginge es nach der Regierungskoalition, würden für die finanzielle Mehrbelastung, die durch die Energiewende entsteht, hauptsächlich die Verbraucher zur Kasse gebeten. Demgegenüber stehen Zugeständnisse an Konzerne und Netzbetreiber.

Gleich mehrere wichtige politische Entscheidungen in Sachen Energiewende standen diese Woche an. Während heute im Bundestag über den Ausbau des Windparks in der Nordsee und die damit im Zusammenhang stehende Versorgungssicherheit entschieden werden soll, wurde bereits gestern die sogenannte Abschaltprämie vom Bundeskabinett gebilligt.

Industrie soll fürs „Abschalten“ belohnt werden

Die Prämie soll Großkunden wie Konzerne und Industrie künftig dafür belohnen, dass sie Stromkosten einsparen. Dadurch sollen die Stromnetze vor allem in den Wintermonaten entlastet werde. Erst gestern war in einem Gutachten von Bundesnetzagentur und Kartellamt bekannt geworden, dass die Netze momentan am Rande ihrer Belastbarkeit sind und dringend weiter ausgebaut werden müssen. Mit der eingebrachten Vorlage reagiert das Bundeswirtschaftsministerium auf dieses Problem.

Allerdings geht dies eindeutig zulasten der Normalverbraucher, denn die entstehenden Prämien, die den Unternehmen für das Einsparen von Energie gezahlt werden, sollen auf die Bürger umgelegt werde. Nach Angaben der Bundesregierung handelt es sich dabei um Mehrkosten zwischen einem und zwei Euro, die einem Vierpersonenhaushalt pro Jahr entstehen würden.

Kosten der Energiewende summieren sich

Dies ist eine finanzielle Belastung, die die Haushalte mit Sicherheit verschmerzen könnten, würden nicht immer mehr zusätzliche Kosten auf sie abgewälzt. So entscheidet der Bundestag heute über ein Energiepaket, dass ebenfalls die Versorgungssicherheit erhöhen und gleichzeitig den Ausbau des Nordsee-Windparkes vorangetrieben soll.

Konkret soll das Paket, das finanzielle Risiko des am Ausbau beteiligten Netzbetreibers Tennet mindern. In der Vergangenheit waren Tennet erhebliche Probleme und damit verbundene Kosten entsenden. Der Beschluss soll dabei das Energiewirtschaftsgesetz ergänzen. Auch hier planen Union und FDP die entstehenden Kosten, auf die Verbraucher umzulegen. Die Mehrbelastung soll sich in etwa auf 10 Euro pro Haushalt und Jahr belaufen.

Blickt man auf die bisherige Debatte um die Energiewende zurück, so fällt auf, dass die Kosten zumeist vom Verbraucher getragen werden müssen. Die Mehrbelastung, die durch den Ausbau der regenerativen Energien entsteht, ist zwar separat gesehen nicht groß, allerdings summieren sich die Beträge zusehends.

 

 

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http://news.immobilo.de/2012/11/29/3771-energiewende-auf-verbraucher-kommen-immer-neue-kosten-zu/